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Kino

Kitano dreht am Rad

Die letzte DVD, die ich gesehen habe, war der japanische Film "Blood and Bones", der nun doch endlich mal seinen Weg nach Deutschland ,in Form einer technisch äußerst mäßigen DVD, gefunden hat. Eigentlich wollte ich den Film bereits vor gut einem Jahr gesehen haben, auf dem Festival des neuen japanischen Films in Osnabrück. Jedoch wurde ich durch ein, den meisten bestimmt noch in wohliger Erinnerung befindlichen, Schneechaos davon abgehalten, da die Kopie auf dem Weg zum Festival steckengebleiben ist. Also, nun. Ein Jahr später...

Der Koreaner Kitano(gespielt, von... na wem denn wohl bloss) kommt nach Japan, gründet eine Familie und baut eine Firma auf, die Fische weiterverarbeitet. Er arbeitet hart und sein Unternehmen wirft immer mehr Geld ab. Man begleitet den Film über also den Charakter des Kitano von seiner Einreise in Japan bis zu seinem Tod. Soweit so gut, das Problem ist nur das Kitano bei den Top 10 der Filmoberarschlöcher ganz weit Oben mitmischt und seine Arbeiter auch mal ganz gerne nicht bezahlt. So handet der Film von seinem Aufstieg und Fall, wobei seine Familie wesentlich härter fällt, als er selbst, da er immer der egoistische, einsichtslose Mensch bleibt, der er immer ist. Man sieht also, wie Kitano trinkt, schlägt, vergewaltigt, schimpft, zur Begeisterung aller doch noch völlig unerwartet aus dem Krieg zurückkehrt, noch mehr trinkt, schlägt, seine Familie in den Wahnsin treibt und noch ein wenig mehr vergewaltigt. Zu guter letzt geht er als alter Mann nach Nordkorea, überläßt sein Vermögen dem Staat, stirbt in einer Holzhütte und wird in einem Erdloch verscharrt. Der Film ist wie man sich vielleicht schon denken kann nicht so ganz einfach, vor allem da er keiner klar strukturierten Handlung folgt. Getragen wird er hauptsächlich von Kitano, der einfach grandios spielt, alle anderen Charaktere bleiben da leider etwas blass.

Insgesammt hat der Film nicht so ganz meine Erwartungen erfüllte, lohnenswert ist er aber trotzdem.

19.11.06 15:28





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